Motivagentur
Ach, übrigens, manch Tag birgt zum Ende hin dann doch noch eine Überraschung: während ich fröstelnd den Hund meiner Lebensgefährtin auslüftete, entwässerte und auskompostierte, entdeckte ich eine Bahn brechende Geschäftsidee. Eine Motivagentur. Wie schön, dass Entrepreneure auch die Randgruppen der Gesellschaft zur allfälligen Vermarktung ins Visier genommen haben… So sehe
Beim Friseur
Was einem durch den Kopf geht, wenn es ihm an den Kopf geht. Beim Friseur. Kleine virtuelle Aufhübschung gefällig? Weil wichtigster Besuch ins Haus steht? Na, dann herein spazifiziert zu einem virtuellen Friseurbesuch. Die Stühle sind bequem, der Kaffee goldgelb und heiß, und das Lehrmädchen… SIE wird kommen. Großer Bahnhof
Graphologisches Traumasüppchen
Ich bin in höchstem Maße erregt. Nein, betroffen, ja, betroffen trifft es besser. Meine Hände zittern, nein, Finger, weg von der Tastatur – jetzt rede ich! Raus aus meinem Lieblingsmonolog. Es wird Zeit, sich zu befassen. Sich zu erklären. Stellung zu beziehen. Ja, Bettdecke und Kopfkissen auch, ja, ich kümmere
Von mikrofaserlicher Struktur
Ich möchte mein Zimmer neu möblieren und weiß nicht, ob ich tun muss, was ich denke, wenn ich meine Beine unter meinem Tisch strecke. Weiterhin. Immerhin ist der Teppich bezahlt. Ich esse derweil Oliven aus dem Glas. Die sind auch bezahlt. Meine aktuellen Gedanken behalte ich für mich, im Internet
Harter Abgang
Weich in der Birne, aber unheimlich hart im Abgang. Stuhl ist keine Frage der Bildung, Gestühl eher, alles eine Frage der pekuniären Potenz. Das wiederum hat nichts mit Birne zu tun, so weich sie auch sein mag. Abgang, Bello. Themenwechsel, der Deutsche ist weniger analorientiert, wie uns der neidische Rest
Das Grauen
Doch, ja, ich habe damit begonnen, an den Fingernägeln zu knabbern. Das erste Mal. In über 50 Jahren. Immerhin. Zum ersten Mal habe ich es vorgestern bemerkt. Weil kaum noch Fingernägel übrig waren. Weg. Einfach so. Eine heiße Spur führte zu den Zähnen. Zu meinen Zähnen. Da hing nun so