Knallköppe
Es war nicht anders zu erwarten: kaum ist der 29. Dezember da und somit der freie Verkauf von Feuerwerkskörpern eröffnet, knallt es auch schon. Raketenbatterie auf dem Mittelstreifen und in U-Bahneingängen, Knallerwürfe von Balkonen auf Passanten und vorbei fahrende Autos, Leuchtraketen und Kanonenschläge aus allen Himmelsrichtungen. Das wird jetzt anhalten
Deutschland den Deutschen
Wem denn sonst, liebe Leserinnen und Leser? Damit wir uns nicht falsch verstehen: wer würde es schon haben wollen? Würden SIE gerne Deutschland haben? Ein Auslaufmodell, in dem ein Westerwelle – den gibt es wirklich – in der Gunst des Wahlviehs noch vor einem Steinmeyer liegt, gleichauf mit Wowereit? Wowereit?
Winteralarm
Schneefall. Graue Soße draußen. Bleierne Müdigkeit. Keine Kekse da. Im Kühlschrank brummt der Föhn, Abtauautomatik. Das aufdringliche Ticken der Küchenuhr macht mich wahnsinnig. Oder irgendetwas anderes. Nach Stunden schaue ich auf die Uhr und sehe mich Minuten später. Zäh. Eisplatten rumpeln. Kaffee hilft nicht mehr, die Lider wollen schließen. Auch
Sommernachtstrauma
Sommer. Wurde auch Zeit. Sagen die Einen. Wurde wieder viel zu warm. Sage ich. Frühlingstyp. Auch Herbsttyp. Das bin ich. Oder Irlandtyp, vier Jahreszeiten an einem Tag. Aber Sommer pur? Wenn sich Klamotten nur noch mit sattem Schmatzen vom Körper trennen lassen, jeder Händedruck Fäden zieht, das beste Mittel gegen
Eure Textilenz
Kreativität findet zwischen 10:00 und 18:00 Uhr statt. Unterbrochen nur von der Mittagspause, Fische füttern und keinem Anruf einer Liebsten. Eure Textilenz leben in Deuschland und selbst die Zahl der Anschläge pro Minute ist gesetzlich geregelt. Solange Brüssel noch zusieht. Das muss dort aber noch gesetzlich geregelt werden. Ein Traum.
Wir hatten die Wahl
Jawollll. Deutschland hat gewählt. Zumindest ein Teil davon: diejenigen, die sich eine Restsensibilität für Demokratie gewahrt haben, quälten sich an – besser wäre in vielen Fällen in – die Urnen und taten kund… hm… jaaaaa – was eigentlich? Studenten, arbeitslos Suchende, Asozialhilfeempfänger, andere Unterprivilegierte und Intellektuelle müssen in erstaunlicher Solidarität