Graphologisches Traumasüppchen
Ich bin in höchstem Maße erregt. Nein, betroffen, ja, betroffen trifft es besser. Meine Hände zittern, nein, Finger, weg von der Tastatur – jetzt rede ich! Raus aus meinem Lieblingsmonolog. Es wird Zeit, sich zu befassen. Sich zu erklären. Stellung zu beziehen. Ja, Bettdecke und Kopfkissen auch, ja, ich kümmere
Hinrichtungskommando mit Kontogebühren
Nein. Keine Angst. Handkaas wird auch in Zukunft nicht nur polemisieren und polarisieren. Handkaas wird sich weiterhin in erster Linie dem spontanen Text, dem Nonsens, dem Wortspiel, dem Sinnfreien mit dem gebührenden Ernst (?) widmen. Ganz klar. Regierungsbashing muss nicht sein, das können die selbst am Besten, seit Schwarzgelb 2009
Freitag
Aus irgendeinem Grund ist es ein Freitag geworden. Dieser Freitag. Sicher, es gibt viele davon. Aber von diesem? Einen. Pro Jahr. Ich lese bereits die sorgenvollen Mienen. Während die eine Gruppe sich mit der flachen Hand vor den Kopf haut und herablassend meint, dass schließlich jede Woche seinen Freitag habe,
Eure Textilenz
Kreativität findet zwischen 10:00 und 18:00 Uhr statt. Unterbrochen nur von der Mittagspause, Fische füttern und keinem Anruf einer Liebsten. Eure Textilenz leben in Deuschland und selbst die Zahl der Anschläge pro Minute ist gesetzlich geregelt. Solange Brüssel noch zusieht. Das muss dort aber noch gesetzlich geregelt werden. Ein Traum.
Schnapsglas-Tsunami
Schwer zu glauben: Angelo ist immer noch Kanzler, die Westerwelle schwappt nach wie vor lau – dennoch geht die Sonne irgendwo über diesen Wolken unbeirrt im Osten auf. Noch. Eine Gesetzesnovelle ist in Vorbereitung. Vorsicht – Schwarz-Gelb. So titelte der Spiegel und führt im Untertitel den Fehlstart der neuen Koalition
Dingdiktatur
Wir leben in interessanten Zeiten. Halbrunde Tischchen übernehmen schnell mal die Regie in einem streng unstrukturierten Leben, ein einzelner Buchstabe – egal, ob groß- oder kleingeschrieben – kann das seelische Gleichgewicht torpedieren und ein unbequemer Barhocker versucht, Schaffensperioden zu reglementieren, weil der eigentliche Arbeitsplatz von einem ständig laufenden Fernsehgerät als