Montagsgleichstellung

Es muss nicht immer Montag sein. Ich plädiere schon lange für eine Gleichstellung misslicher Tage, unabhängig ihres Status innerhalb der Woche. Mein Vorschlag lautet daher: 1. Montag, 2. Montag, 3. Montag . . . 7. Montag. Damit ist vom Tisch, wann die Woche beginnt. Obwohl… Wer darf der erste Montag,

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Herbstzeitlose

Schön. Herbststimmung. Sanft durchweicht Sprühregen meine Übergangsjacke, während aufgeweichtes Herbstlaub das anheimelnde Gefühl von Schmierseife vermittelt, bemüht, auch die letzten Aufrechten der vergangenen Sommerzeit zu Fall zu bringen. Und zu Hause wird der Verbrauchsscheibe des Gaszählers langsam schwindelig. Kuschelzeit. Glühweinkater statt Pilsbierbirne. Kerzenschein lässt das Verblassen der gesunden Sommersolariumsbräune schamhaft

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Buchstabenausverkaufsangebot

Man werfe mir den Ring, an den zu klammern mich retten könnte vor den ablaufenden Fluten der Buchstabenschwemme. Hilfe. Wer mir nur hülfe und mich am Schopf aus dem Desaster ziehe, obgleich der Schopf mal war und nun ein kurz geschoren Schädel die edle Rettung mir versagte und ich die

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Konturen

Wenn sich Konturen auflösen… Der Herbst beginnt, Stimmungen und Szenarien auf Kälte und Dunkelheit einzuschwören, lässt hinter der bunten Fassade fallenden Laubs Depression und Einsamkeit aus dem Sommerschlaf erwachen. Wohl denen, die am Abend Wärme und Licht teilen können, in der Nacht Geborgenheit und Nähe wie selbstverständlich genießen dürfen… Im

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auf zu

Auf zu auf zu auf zu auf zu auf zu – immer und immer wieder. Dazu große Augen ohne Lider und Wimpern, keine Arme und Beine, keine Stimme, keine Phantasie, dafür meist Hunger, immer nass und Schuppen: Fische. Nicht die in Pfanne, Topf und Ofen, nicht tiefgefroren oder als Stäbchen,

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Die Abrechnung

Im Leben eines Menschen gibt es Momente, wo Urinstinkte die Ratio besiegen, animalische Triebe sich ungehindert Bahn brechen, den Menschen zum Tier werden lassen. Schlimmer, wo der Mensch das Tier in ungezügelter Grausamkeit in den Schatten stellt, die Frage aufwirft, die einst Erich Kästner stellte im Angesicht einer drohenden Willkürherrschaft

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