Wertfrei
Was ist was wert, ich meine nicht, was ist wie viel wert, wenn es was wert ist, sondern, was überhaupt einen Wert hat. Im Leben. Nichts ist wohl individueller, als das. Bei ehrlicher Beantwortung, besonders dann, wenn eine Reihenfolge der Wertigkeiten erstellt werden soll. Da ist – wohl fast immer
Graphologisches Traumasüppchen
Ich bin in höchstem Maße erregt. Nein, betroffen, ja, betroffen trifft es besser. Meine Hände zittern, nein, Finger, weg von der Tastatur – jetzt rede ich! Raus aus meinem Lieblingsmonolog. Es wird Zeit, sich zu befassen. Sich zu erklären. Stellung zu beziehen. Ja, Bettdecke und Kopfkissen auch, ja, ich kümmere
Taoismus auf der Schleimspur
Der Weg ist das Ziel. Diese Lebensweisheit wird dem Taoismus zugesprochen und basiert wahrscheinlich auf einem Übersetzungsproblem, denn „Tao“ bedeutet sowohl Weg als auch Ziel. Vielleicht passt es deswegen so gut auf den modernen Straßenverkehr, dessen nonverbale Kommunikation ebenso eindeutig zweideutig ist, dabei aber unmissverständlich das entschiedene Sowohl-als-auch unserer entscheidungsschwachen
Kommentor geschossen
Ein Torwart hat zu viel Zug bekommen und eine ganze Nation, was sage ich, ganz Hannover trauert um einen Menschen, den – genau genommen – nur seine Frau näher kannte. Würde das bei Sepp Maier passieren? Bei Ollie Kahn? Nein. Die hätten gehalten. So aber musste ein Zugführer seelsorgerisch behandelt
Glaubensgehäckseltesseelenallerlei
Wenn Sonntag wirklich der Tag des Herren ist, dann kann er ihn auch behalten und ihn sich an den Rückspiegel hängen. Ein paar Unentwegte rennen zwar immer noch dank fehlendem Breitbandanschluss und unterhaltungstechnischer Alternativen in die Kirchen, sonst aber hat der Sonntag schon lange seinen Schrecken als Zwangsfamilientag verloren. Zuerst
Nackig in die Wirtschaft
Vodafone kauft Arcor. Meine Rechnungen bekomme ich nun auf Vodafone-Papier und zahle auf ein? Klar, Vodafone-Konto. Monate später ruft mich eine freundliche Mitarbeiterin von Vodafone an, und fragt, ob ich Telekomkunde sei. Nun, nicht ganz. Nach meinem Outing als Tochterkunde fragt mich Mutterverkäuferin mit Augenglanz in der Stimme, ob ich